Ratgeber Heizungssysteme

Wie erfolgt die Wärmeverteilung in deutschen Haushalten? Welche Brennstoffe werden bevorzugt? Antworten auf diese und weitere Fragen, liefert der Heizungsmarkreport des bundesweiten Heizungsbauers Kesselheld. Basis für die Erkenntnisse, ist die Befragung von über 20.000 potenziellen Heizungskunden im Jahr 2017.

Die wichtigsten Informationen zum Status Quo des Heizungsmarktes:

  • 32 Prozent der Wohngebäude sind vor 1958 erbaut
    Knapp ein Drittel der potenziellen Heizungskunden bewohnt Wohnungen oder Häuser, die vor 1958 erbaut wurden. Des Weiteren stammen zusätzlich 23 Prozent aus der Zeit zwischen 1959 und 1973.Dies ist insofern bedeutend, als dass in diesen Jahren energetische Vorgaben wie die Wärmeschutzverordnung oder die Energieeinsparverordnung (kurz: EnEV) noch keine Anwendung fanden. Daher besteht hier oftmals noch Potenzial für die Verbesserung der energetischen Gebäudequalität. Denn bei unzureichender Dämmung sind hohe Neben- und Heizkosten die Folgen.

  • 36 Prozent setzen auf Rundum-Dämmung
    Die Befragten geben an, neben einer Dach- und Wanddämmung zusätzlich über eine Isolierverglasung zu verfügen. In der Einzelbetrachtung schneidet die Wanddämmung mit 49 Prozent am schlechtesten ab. Mit 80 Prozent ist die Isolierverglasung am beliebtesten. Im Mittelfeld befindet sich die Dachdämmung mit 69 Prozent.

  • Der Durchschnittskessel ist 24 Jahre alt
    Damit sind viele Heizungsanlagen veraltet und neue, energieeffiziente Heiztechnik bleibt ungenutzt. Um die Modernisierung der Heizungsanlagen zu fördern, schreibt die Energieeinsparverordnung einen Austausch oder eine Erneuerung für in die Jahre gekommene Heizkessel vor. Diese Verordnung trifft Heizungen, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden und flüssige oder gasförmige Brennstoffe nutzen. Ist die Heizung nach dem 1. Januar 1985 installiert worden, so dürfen Eigentümer diese ab dem Jahr 2015 nicht mehr betreiben.

  • Fossile Brennstoffe sind Präferenz
    Insgesamt 86 Prozent der Befragten bevorzugen für ihre Heizungsanlagen die fossilen Brennstoffe Gas und Öl. Trotz zahlreicher Anreizprogramme und Fördermaßnahmen der Bundesregierung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geben lediglich 11 Prozent an, zukünftig mit erneuerbaren Energien heizen zu wollen.

  • Solarenergie mit Nord-Süd-Gefälle
    Die Frage, ob eine Solarthermie gewünscht sei, beantworten 21 Prozent der potenziellen Heizungskunden positiv. Die übrigen 21 Prozent der Befragten sind gegenüber der Anschaffung einer Solarthermie unschlüssig gestimmt. Beim gesamten Ergebnis der Befragung lässt sich ein Gefälle zwischen nördlichen und südlichen Bundesländern ausmachen. Während in Bayern 32 Prozent der Befragten Interesse an einer Solarthermie zeigen, sind es in Hamburg lediglich 17 Prozent.

  • Wie wird die Wärme verteilt?
    Ob warme Füße oder sanfte Konvektionswärme - für jede Präferenz gibt es einen Heizkörper. Mehr als drei Viertel der Befragten verwenden Heizkörper zur Verteilung der Wärme in den heimischen vier Wänden. Ein Grund dafür, sind wohl die verschiedenen Design-Möglichkeiten, die den Heizkörper nahezu perfekt in den Wohnraum integrieren. Aber auch für Fußbodenheizungen ist Interesse vorhanden. So heizen 10 Prozent der Nutzer ausschließlich mit Fußbodenheizungen. Diese sind aufgrund ihrer geringen Vorlauftemperatur von 35 Grad besonders in der Kombination mit Wärmepumpen effizient. 15 Prozent der Befragten präferieren eine Kombination aus bodennaher Wärme und Raumluftwärme durch Heizkörper und Fußbodenheizung.

  • Heizungsaustausch – Aber zu welchem Zeitpunkt?
    Mit dem Austausch einer alten Heizung durch eine moderne und effiziente Gas- oder Ölheizung können Einsparpotenziale von bis zu 30 Prozent bei den Heizkosten realisiert werden. Laut des Heizungsmarktreports von Kesselheld geben 56 Prozent an, eine Umsetzung innerhalb der nächsten drei Monate durchführen zu wollen. Hingegen planen 16 Prozent den Austausch langfristig in den nächsten sechs bis zwölf Monaten.

Suchen Sie eine neue Heizung und wünschen sich weitere Informationen zum Kesseltausch? Auf www.kesselheld.de gibt es viele interessante Informationen zum Beispiel zu den Heizungsarten sowie deren Kosten und Umweltbilanz. Weitere Antworten, zum Beispiel zu den bevorzugten Heizungsmarken finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Heizungsmarktreports 2017/2018: Heizungsmarktreport 2017/2018

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